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Ukraine-Krieg
Selenskyj kritisiert, dass vom Westen gelieferte Waffen nicht für Angriffe auf russisches Territorium genutzt werden dürfen

Der ukrainische Präsident Selenskyj hat kritisiert, dass seine Armee vom Westen gelieferte Waffen nicht für Angriffe auf russisches Territorium nutzen darf.

    Selensky hält nachdenklich die Hand an die Wange. An der Seite eine ukrainische Flagge.
    Wolodymyr Selenskyj, Präsident der Ukraine (Archivbild). (picture alliance / dpa / Kay Nietfeld)
    Selensky sagte der Nachrichtenagentur afp, damit sei sein Land eingeschränkt im Bemühen, Waffen Russlands auf dessen Territorium zu zerstören. Die russische Armee hingegen könne alle ihre Waffen von ihrem Territorium aus auf die Ukraine abfeuern. Dies sei ihr größter Vorteil in ihrem Angriffskrieg gegen sein Land.
    Die westlichen Staaten liefern ihre Waffen der Ukraine unter der Bedingung, dass damit nur russische Ziele innerhalb des ukrainischen Staatsgebiets attackiert werden. Dadurch soll verhindert werden, dass die Unterstützer-Länder in den Krieg hineingezogen werden.
    Selensky bemängelte zudem einen erheblichen Mangel an Material bei der ukrainischen Luftabwehr. Sein Land verfüge nur über ein Viertel der benötigten Luftabwehrsysteme. Man benötige zudem 120 bis 130 F16-Kampfflugzeuge, um die russische Luftüberlegenheit beenden zu können. Der Präsident betonte, der Mangel wirke sich auch negativ auf die Moral der Truppen aus.
    Diese Nachricht wurde am 18.05.2024 im Programm Deutschlandfunk gesendet.