
Selenskyj bezog sich in seiner abendlichen Videoansprache auf Geheimdienstinformationen. Moskau und Pjöngjang verbindet ein Vertrag über strategische Partnerschaft. Vor wenigen Tagen teilte die staatliche nordkoreanische Nachrichtenagentur KCNA anlässlich eines Besuchs der nordkoreanischen Außenministerin Hui in Moskau mit, Pjöngjangs Rückendeckung für die "gesamte Innen- und Außenpolitik der Russischen Föderation" sei unerschütterlich. Russlands Vorgehen diene dazu, die Ursachen des Ukraine-Konflikts zu beseitigen sowie die nationale Souveränität, die territoriale Integrität und die internationale Gerechtigkeit zu verteidigen, behauptete die Agentur.
Nordkorea hatte sich schon einmal mit bis zu 15.000 Soldaten am russischen Krieg gegen die Ukraine beteiligt. Bei der Rückeroberung von Gebieten bei Kursk wurden nach offiziell unbestätigten Schätzungen mindestens 2.000 Nordkoreaner getötet. Darüber hinaus wirft Selenskyj dem Kreml vor, den Iran bei seinen Angriffen in der Golfregion mit Satellitenaufklärung zu unterstützen.
Unterdessen griff Russland die ukrainische Hauptstadt Kiew in der Nacht erneut mit ballistischen Raketen an. Das berichtet die Nachrichtenagentur Reuters mit Verweis auf die ukrainische Luftwaffe. Herabfallende Trümmerteile lösten nach offiziellen Angaben in mehreren Bezirken Brände aus.
Diese Nachricht wurde am 26.07.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
