Nach Angriffen auf Kiew
Selenskyj sieht Beweis für russische Umgehung von Sanktionen - eingesetzte Raketen erst in den letzten Wochen gebaut

Der ukrainische Präsident Selenskyj wertet die jüngsten russischen Luftangriffe auf Kiew als Beweis dafür, dass Russland weiter die weltweiten Sanktionen umgeht.

    Rettungskräfte beseitigen die Trümmer eines Hauses in Kiew, das nach einem russischen Angriff auf ein Wohnviertel schwer beschädigt wurde.
    Bei den russischen Angriffen wurde ein Wohnblock schwer beschädigt. (Evgeniy Maloletka / AP / dpa )
    Bei den Angriffen seien Raketen eingesetzt worden, die erst in den vergangenen Wochen hergestellt worden seien. Das bedeute, dass Russland die nötigen Bauteile dafür trotz der Sanktionen weiter erhalte. In russischen Drohnen und Raketen werden ukrainischen Angaben zufolge immer wieder Bauteile von Unternehmen auch aus Deutschland entdeckt.
    In Kiew stieg die Zahl der gefundenen Todesopfer nach den Angriffen auf zehn. Mindestens 45 Menschen wurden verletzt. Die Suche nach weiteren Opfern unter den Trümmern mehrerer Häuser dauert an.
    Bundeskanzler Merz und EU-Kommissionspräsidentin von der Leyen warfen Russland vor, weiter auf Eskalation statt auf Verhandlung zu setzen. Frankreichs Präsident Macron wertete die Angriffe auf Zivilisten als Zeichen dafür, dass Russland die Optionen an der Front ausgingen.
    Diese Nachricht wurde am 14.05.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.