Münchner Sicherheitskonferenz
Selenskyj sieht einseitigen Druck der USA auf die Ukraine

​Vor den für nächste Woche in Genf geplanten Friedensgesprächen mit Russland

    Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj steht auf der Münchner Sicherheitskonferenz vor einem Mikrofon.
    Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj auf der 62. Münchner Sicherheitskonferenz (picture alliance / dpa / Sven Hoppe)
    beklagt der ukrainische Präsident Selenskyj einseitigen amerikanischen Druck auf ‌sein Land.
    Die USA würden ⁠das Thema Zugeständnisse oft nur im Zusammenhang mit der Ukraine diskutieren, nicht aber mit Russland, erklärte Selenskyj auf der Münchner Sicherheitskonferenz mit Blick auf den Krieg gegen sein Land. Kiew wolle aber ​auch von Moskau Kompromissbereitschaft sehen. Selenskyj warf Russland vor, Entscheidungen ⁠zu verzögern. Er begründete dies mit einem überraschenden Wechsel an der Spitze von Moskaus Verhandlungsdelegation für die ‌anstehenden Friedensgespräche. Zugleich bat Selenskyj die Verbündeten um weitere Militärhilfen, so etwa um die Lieferung von Flugabwehrraketen. Am heutigen zweiten Tag der Münchner Sicherheitskonferenz stand das belastete transatlantische Verhältnis im Mittelpunkt. Der amerikanische Außenminister Rubio betonte in seiner Rede zwar, dass die USA und Europa zusammen gehörten. Um die alte Freundschaft - Zitat - "wiederzubeleben", müssten die Europäer aber ihren politischen Kurs ändern. Rubio warf Europa unter anderem vor, einem "Klimakult" und einer "dogmatischen Vision" des Freihandels anzuhängen. Mehrere europäische Politiker äußerten sich dennoch verhalten positiv nach Rubios Rede.
    Diese Nachricht wurde am 14.02.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.