Nach Berliner CSD-Attentat
Senatorin Günther-Wünsch: Eltern gewaltbereiter Kinder möglicherweise das Sorgerecht entziehen

Die Berliner Senatorin für Bildung und Familie, Günther-Wünsch, plädiert für eine Gesetzesänderung mit dem Ziel, Eltern gewaltbereiter Kinder unter bestimmten Umständen das Sorgerecht zu entziehen.

    Die Berliner Senatorin für Bildung, Jugend und Familie, Katharina Günther-Wünsch, vor einer blauen Wand. Sie spricht und gestikuliert dabei.
    Die Berliner Senatorin für Bildung, Jugend und Familie, Katharina Günther-Wünsch (picture alliance / Ipon / Stefan Boness)
    Die CDU-Politikerin sagte im Deutschlandfunk, nötig sei eine Bundesratsinitiative, denn nicht nur Berlin habe ein Problem mit gewalttätigen Jugendlichen. Günther-Wünsch äußerte sich im Zusammenhang mit dem Anschlag auf den Berliner CSD vor einer Woche. Der mutmaßliche Täter, Abdul B., sei schon in der ersten Grundschulklasse durch Konflikte aufgefallen. Die Eltern seien jedoch nicht zur Kooperation bereit gewesen. Günther-Wünsch forderte, in solchen Fällen müsse ein Gericht über einen Entzug des Sorgerechts entscheiden.
    Bei dem Anschlag am Rande der Feiern zum Christopher Street Day in Berlin wurde eine Frau getötet, 31 Menschen erlitten Verletzungen.
    Diese Nachricht wurde am 01.08.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.