Landtag in Hannover
Sexualisiertes Deepfake-Video: CDU-Fraktion in Niedersachsen schaltet Staatsanwaltschaft ein

Die CDU-Fraktion im niedersächsischen Landtag hat wegen Vorwürfen um ein mutmaßliches Deepfake-Video mit sexualisiertem Inhalt die Staatsanwaltschaft eingeschaltet. Fraktionschef Lechner kündigte eine umfassende Aufklärung an. Bei frauenfeindlichen Denk- und Verhaltensweisen gebe es in der CDU null Toleranz.

    Stimmzettel werden zu Beginn des Landesparteitages der CDU Niedersachsen in Osnabrück hochgehalten.
    Deepfake-Vorwürfe bei der CDU in Niedersachsen (Archivbild) (dpa / Friso Gentsch)
    Der Fraktion zufolge wurde die Staatsanwaltschaft Hannover über den Sachverhalt informiert. Ein Sprecher der Behörde bestätigte den Vorgang auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur. Der Sachverhalt werde geprüft, bislang ermittele man jedoch nicht.
    Berichten zufolge soll ein Deepfake-Video mit sexualisiertem Inhalt verbreitet worden sein, in dem eine Kollegin zu sehen ist. Es soll in einer privaten Whatsapp-Chatgruppe geteilt worden sein. Wie die Medien "Welt" und "Business Insider" berichten, waren in der Gruppe mehrere Mitarbeiter der niedersächsischen CDU-Fraktion vertreten. Als Deepfakes werden täuschend echte Bilder, Videos und Audioaufnahmen bezeichnet, die mit Künstlicher Intelligenz generiert oder manipuliert wurden.
    Diese Nachricht wurde am 02.04.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.