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StartseiteThema"Deutsch zu lernen, war eine Riesenherausforderung"01.02.2017

Sharon Dodua Otoo"Deutsch zu lernen, war eine Riesenherausforderung"

Der Ingeborg-Bachmann-Preis im vergangenen Jahr war der Durchbruch: Seitdem kann sich die britische Schriftstellerin Sharon Dodua Otoo vor Anfragen kaum retten. Seit über zehn Jahren lebt sie in Berlin. Im Deutschlandfunk erzählt sie von ihren Anfängen in Deutschland und ihrer ersten Begegnung mit der Sprache.

Die in Berlin lebende Autorin Sharon Otoo posiert am 05.07.2016 in Berlin. Mit der doppelbödigen Geschichte über ein Ei, das nicht hart werden will, hat die in Berlin lebende Autorin den renommierten Ingeborg-Bachmann-Preis gewonnen. Foto: Paul Zinken/dpa | Verwendung weltweit (dpa)
Sharon Dodua Otoo erzählt Geschichten über Identität und Akzeptanz. (dpa)
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Vor einem Jahr wurde Otoo in Klagenfurt für ihre Geschichte "Herr Gröttrup setzt sich hin" mit dem Ingeborg-Bachmann-Preis ausgezeichnet. "Seitdem hat sich alles verändert", erzählt Otoo. Sie hat nun einen Vertrag mit einem großen Verlag. "Das ist eine große Ehre."

Heute Abend liest Sharon Dodua Otoo im Deutschlandfunk ab 20.30 Uhr ihre preisgekrönte Erzählung "Herr Gröttrup setzt sich hin".

Seit 2006 lebt Otoo in Berlin. Geboren und aufgewachsen ist sie allerdings in London. Ihre Eltern stammen aus Ghana. Schon in der Schule lernte sie Deutsch und lebte dann ein Jahr als Au-Pair-Mädchen in Hannover. So überrascht es wenig, dass sie sich nach der Rückkehr nach England für ein Studium der Germanistik entschied. Besonders Brecht hatte es ihr angetan, erzählt Otoo: "Ich liebe das Theater und das hat sich verbunden mit Brecht. Ich mochte seine Philosophie, seine Texte, seine Gedichte und auch seine Theaterstücke." 

"Jetzt wechsele ich in meinen Traumberuf"

2006 zog sie dann mit ihrer Familie nach Berlin. Bei ihrer Ankunft lernte sie Deutschland noch einmal ganz neu kennen: "Das war das Jahr, in dem die WM in Deutschland stattfand und es fühlte sich an, als würde uns das ganze Land willkommen heißen." Dort fühlt sie sich bis heute wohl. "Ich habe sehr gute Netzwerke und Freundinnen. Ich habe auch meine Arbeitsstelle geliebt - und jetzt wechsele ich in meinen Traumberuf Schriftstellerin."

Otoo setzt sich in Vereinen und Initiativen gegen Rassismus und für Diversität ein, so etwa für Phoenix e.V. und die Initiative Schwarzer Menschen in Deutschland. Was sie mit ihrem Engagement erreichen will, erzählt sie im Interview:

Das gesamte Interview mit Sharon Dodua Otoo hören Sie am 15. März in der Lesezeit. Zudem liest sie dann auch aus ihren beiden Novellen "Synchronicity" und "Die Dinge, die ich lese, während ich höflich läche".

(cvo/nza)

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