Spielergewerkschaft
Sicherheitsbedenken vor Rückkehr von Irans Spielerinnen

Die Fußball-Spielergewerkschaft FIFPRO Asien/Ozeanien sorgt sich um die Sicherheit der iranischen Nationalspielerinnen bei einer Rückkehr in ihre Heimat. Hintergrund sind Anfeindungen, weil Spielerinnen während der Asienmeisterschaft bei der Nationalhymne geschwiegen hatten.

    Iranische Spielerinnen während der Nationalhymne beim Spiel des Asien Cup zwischen Südkorea und dem Iran
    Iranische Spielerinnen während der Nationalhymne beim Spiel des Asien Cup zwischen Südkorea und dem Iran (Dave Hunt / AAP / dpa )
    Die asiatische Konföderation AFC und der Weltverband FIFA müssten alle notwendigen Schritte unternehmen, um die Sicherheit der Spielerinnen der iranischen Frauen-Nationalmannschaft zu gewährleisten, erklärte FIFPRO.
    Vor dem Auftaktspiel der Asienmeisterschaft in Australien hatten die iranischen Fußballerinnen bei der Nationalhymne geschwiegen. Beim zweiten Spiel sangen die Spielerinnen die Hymne und salutierten dabei. Eine offizielle Erklärung für die Veränderung gab es nicht.
    Zusätzlich zu der Gefahrenlage durch den Krieg seien Teammitglieder im iranischen Staatsfernsehen öffentlich angegriffen worden, erklärte die Spielergewerkschaft weiter. Ein staatlicher TV-Moderator habe die Spielerinnen als "Kriegsverräterinnen" bezeichnet. Dies erhöhe die Sorgen um die Sicherheit der Sportlerinnen erheblich, sollten sie nach dem Turnier in den Iran zurückkehren.
    Irans Fußballerinnen nehmen nach ihrem Debüt 2022 zum zweiten Mal an einer Asienmeisterschaft teil.
    Diese Nachricht wurde am 07.03.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.