Proteste
Sicherheitskräfte gehen im bolivianischen La Paz gegen Demonstranten vor

In Bolivien sind Sicherheitskräfte gegen Demonstranten vorgegangen, die Zufahrten zur Verwaltungshauptstadt La Paz blockieren.

    Ein Mann steht mit einer Steinschleuder auf der Straße, im Hintergrund sind weitere Demonstranten zu sehen.
    Proteste gegen die bolivianische Regierung auf Grund der Wirtschaftkrise: Es fehlt an Benzin und Devisen. (picture alliance / Anadolu / Jorge Mateo Romay Salinas)
    Dabei sei unter anderem Tränengas eingesetzt worden, meldet die Nachrichtenagentur AFP. Rund 3.500 Polizisten und Soldaten sollen an dem Einsatz beteiligt gewesen sein. Nach Angaben der Behörden gab es mindestens 57 Festnahmen.
    Bei den Demonstranten handelt es sich vor allem um Bergleute. Seit gut einer Woche beteiligen sich auch Bauern und Beschäftigte im Transportwesen an den Straßenblockaden. Sie fordern den Rücktritt von Präsident Paz und verlangen einen besseren ‌Zugang zu Spreng- und Treibstoff sowie die Umsetzung von Bergbauvorschriften. Die mächtigste Gewerkschaft Boliviens kündigte einen unbefristeten Generalstreik an. Bolivien befindet sich in einer Wirtschaftskrise. Die Versorgungslage ist angespannt.
    Diese Nachricht wurde am 17.05.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.