Sachsen-Anhalt
Singen der DDR-Nationalhymne auf einer AfD-Veranstaltung sorgt für Kritik

Das Singen der DDR-Nationalhymne auf einer AfD-Veranstaltung in Sachsen-Anhalt stößt auf Kritik.

    Uwe Steimle (r), Kabarettist, spricht neben Tino Chrupalla, AfD-Bundesvorsitzender, auf einer Veranstaltung der AfD Sachsen-Anhalt.
    Der Kabarettist Uwe Steimle (rechts) spricht neben dem AfD-Bundesvoristzenden Tino Chrupalla auf einer Veranstaltung der AfD in Dessau-Roßlau (Aufnahme vom 14. Juli 2026). (picture alliance / dpa / Jan Woitas)
    Kanzleramtschef Frei sagte, er finde das "extrem befremdlich". Der CDU-Politiker kritisierte vor allem, dass auch Sachsen-Anhalts Spitzenkandidat Siegmund und AfD-Bundesparteichef Chrupalla eingestimmt hätten. CSU-Generalsekretär Huber warf der AfD vor, extremistisch und geschichtsvergessen zu sein.
    Die AfD hatte gestern Abend in Dessau-Roßlau zu einer Podiumsdiskussion mit dem Kabarettisten Uwe Steimle eingeladen. Dieser stimmte am Ende die DDR-Nationalhymne an. Die Staatsanwaltschaft Dessau-Roßlau gab heute bekannt, gegen Steimle wegen seines Auftritts zu ermitteln. Es geht um den Vorwurf, er habe den öffentlichen Frieden durch die Androhung von Straftaten gestört. Steimle hatte sich abfällig über Kanzler Merz und Altkanzlerin Merkel geäußert. Über das neue Porträtbild von Merkel sagte er, "Im Moment hängt sie erst mal". Wenn der Nagel breche, dann "stelle man sie an die Wand".
    Diese Nachricht wurde am 15.07.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.