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StartseiteCorso"Seit dem ESC kennt mich irgendwie jeder"31.01.2019

Singer/Songwriter Michael Schulte"Seit dem ESC kennt mich irgendwie jeder"

2018 war für Michael Schulte das "verrückteste und schönste" Jahr seines Lebens. Er belegte den vierten Platz beim Eurovision Song Contest, wurde Vater und bekam noch einen Bambi. Viel Zeit zum Ausruhen bleibt dem Musiker nicht, der sich selbst als fleißig und sehr ehrgeizig beschreibt.

Michael Schulte im Gespräch mit Fabian Elsäßer

Michael Schulte steht auf einer Stahlrohr-Treppengeländer vor einer Häuserwand (Markus Haner)
Kann sich derzeit vor Anfragen für Konzerte und Shows kaum retten: Michael Schulte (Markus Haner)
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Was immer der Endzwanziger anpackt, scheint ihm zu gelingen. Schon seine ersten Youtube-Videos vor rund zehn Jahren machten ihn bekannt, 2012 ging er als Drittplatzierter aus der damaligen "Voice of Germany"-Staffel, 2018 brachte mit dem Erfolg beim Eurovision Song Contest den bisherigen Höhepunkt in Michael Schultes Musikerkarriere.

Er sei zwar schon vorher recht bekannt gewesen, sagt der Musiker im Deutschlandfunk, "aber seit dem ESC kennt mich in Deutschland irgendwie jeder". In der Öffentlichkeit verdeckt er deshalb die auffälligen roten Locken schonmal mit einer Mütze.

Michael Schulte - gekleidet in schwraz vor schwarzem Hintergrund - am Mikrofon bei der 70. Verleihung des Medienpreises Bambi 2018. (picture-alliance/dpa/Soeren Stache)Ganz in Schwarz: Michael Schulte bei der 70. Verleihung des Medienpreises Bambi 2018. (picture-alliance/dpa/Soeren Stache)

Weniger bekannt als seine zugänglichen Popsongs ist Schultes Mitwirkung am Musiktheaterstück "Die Kinder der toten Stadt", das ebenfalls 2018 veröffentlicht wurde. Das Musikdrama schildert die Situation der Kinder im Ghetto Theresienstadt und ihre spätere Ermordung durch die Nationalsozialisten. Das Projekt sei total wichtig, um Kindern die deutsche Geschichte näher zu bringen und dafür zu sorgen, "dass so etwas nie wieder geschieht".

Als politischen Künstler sieht sich Schulte allerdings nicht. "Man muss sich das auch trauen, weil man sich angreifbar macht", so der Künstler. "Ob das der richtige Weg ist für die Musik, die ich machen möchte, und ob man das als Künstler auch wirklich möchte, das ist dann eben die Frage".

Äußerungen unserer Gesprächspartner geben deren eigene Auffassungen wieder. Der Deutschlandfunk macht sich Äußerungen seiner Gesprächspartner in Interviews und Diskussionen nicht zu eigen.

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