Nahost
Sirenenalarm in Nordisrael - Tote nach israelischen Luftangriffen auf den Südlibanon und den Gazastreifen

Nach der Ablehnung einer neuen Waffenruhe durch die Hisbollah ist im Norden Israels Drohnenalarm ausgelöst worden.

    Eine Rauchwolke steigt über einem Gebiet mit Wiesen und Häusern auf.
    Israelischer Angriff auf Libanon (Archivbild) (picture alliance/Anadolu/Mohamad Zanaty)
    Der israelische Ministerpräsident Netanjahu hatte die Region besucht, die an den Libanon grenzt. Kurz darauf waren die Sirenen zu hören. Das israelische Militär teilte mit, es habe Drohnen-Abwehrversuche gegeben. Die Drohnen seien im Süden des Libanons eingeschlagen. Verletzt wurde demzufolge niemand.
    Unterhändler Israels und des Libanon hatten sich gestern in Washington darauf verständigt, die seit April geltende, aber brüchige Waffenruhe tatsächlich umzusetzen. Hisbollah-Chef Kassim hat das heute zurückgewiesen und eine Entwaffnung der Miliz abgelehnt. Bei israelischen Luftangriffen auf den Süden des Libanon soll es heute mindestens vier Tote gegeben haben, ein UN-Friedenssoldat wurde außerdem im Kampf getötet.
    Auch im Gazastreifen sind bei israelischen Luftangriffen laut einem Bericht der palästinensischen Nachrichtenagentur Wafa Menschen getötet worden. Ärzte sprechen inzwischen von zehn Toten, 15 Menschen wurden verletzt. Für den Gazastreifen gilt offiziell seit Oktober eine Waffenruhe.
    Diese Nachricht wurde am 04.06.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.