"Erdöl-Notstand"
Slowakei schränkt Treibstoff-Verkauf ein

Die slowakische Regierung hat wegen der durch den Iran-Krieg verschärften Rohstoffkrise eine Beschränkung des Treibstoffverkaufs beschlossen.

    Eine Hand hält einen Tankstutzen.
    Tanktourismus ist zu einem Problem für die Slowakei geworden. (Franziska Kraufmann/dpa)
    Die Verordnung solle vorerst für 30 Tage gelten, könne aber notfalls auch verlängert werden, sagte Ministerpräsident Fico nach einer Kabinettssitzung. Als Maßnahme gegen Hamsterkäufe und Tanktourismus dürfen pro Fahrzeug nur mehr Diesel und Benzin bis zu einem Wert von 400 Euro gekauft werden. Die Mitnahme von mehr als zehn Litern in Kanistern ist auch innerhalb dieses Limits verboten. Für Fahrzeuge mit ausländischen Kennzeichen gilt ein höherer Preis als für Inländer.
    Besonders im Grenzgebiet zu Polen war zuletzt an mehreren Tankstellen vorübergehend kein Treibstoff mehr zu bekommen. Die Spritpreise in der Slowakei sind aufgrund staatlicher Eingriffe langsamer gestiegen als in den Nachbarländern.
    Bereits vor einem Monat hatte die Slowakei einen «"Erdöl-Notstand" ausgerufen, weil seit Ende Januar kein Erdöl mehr durch die Druschba-Pipeline über die Ukraine aus Russland fließt.
    Diese Nachricht wurde am 18.03.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.