Nach Parlamentswahl
Sloweniens Ministerpräsident Golob verzichtet mangels Koalitionspartner auf Regierungsbildung

Nach dem knappen Ausgang der Parlamentswahl in Slowenien verzichtet der amtierende Premierminister Golob auf die Bildung einer neuen Regierung.

    Der amtierende Ministerpräsident Robert Golob spricht zu den Medien.
    Sloweniens Ministerpräsident Golob (Darko Bandic/AP/dpa)
    Das sagte der liberale Politiker bei einem Krisentreffen mit Sloweniens Staatspräsidentin Pirc Musar. Als Grund nannte Golob den Mangel an möglichen Koalitionspartnern. Golobs Partei Freiheitsbewegung erhielt bei der Wahl vor rund einem Monat 29 der 90 Sitze im Parlament, dicht gefolgt von der Konservativen Partei mit 28 Mandaten. Deren Vorsitzender Jansa hatte bereits erklärt, man wolle weiterhin in der Opposition bleiben. Beide Parteien wären durch das Ergebnis auf die Zusammenarbeit mit mehreren kleineren Parteien des Mitte-Rechts-Spektrums angewiesen, um regieren zu können. Golob hatte für seine Wiederwahl wichtige Reformen in den Bereichen Gesundheit, Bildung und Wirtschaft angekündigt und erklärt, er brauche dafür mehr als nur eine knappe Mehrheit.
    Diese Nachricht wurde am 20.04.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.