Iran-Krieg
Söder: Bundesregierung tut zu wenig für gestrandete Urlauber in Nahost

CSU-Chef Söder wirft der Bundesregierung zu wenig Einsatz bei der Rückholung gestrandeter deutscher Touristen aus der Golfregion vor.

    Markus Söder (CSU), Ministerpräsident von Bayern, spricht bei einer Pressekonferenz anlässlich der CSU-Winterklausur in Kloster Banz.
    Markus Söder (CSU). (Archivbild) (Pia Bayer / dpa / Pia Bayer)
    Es seien zu wenig Flugzeuge im Einsatz, sagte er Welt TV. Zudem sei der Anfang der Rückholaktion zäh gewesen. Man solle prüfen, ob nicht doch auch Bundeswehrmaschinen helfen könnten, führte Bayerns Ministerpräsident aus. Oberste Pflicht eines Staates sei es, die eigenen Bürger zu schützen und ihnen in Krisensituationen zu helfen. Seit Ausbruch des Iran-Kriegs sitzen Zehntausende deutsche Touristen fest. Erste konnten inzwischen wieder Flugzeuge nach Deutschland besteigen. Auch 500 Kreuzfahrtgäste sollten heute ausreisen können.
    Außenminister Wadephul, CDU, hatte am vergangenen Wochenende zunächst auf die Eigenverantwortung der deutschen Touristen verwiesen. Kurz darauf kündigte er an, die Bundesregierung werde doch Charterflüge organisieren. Das Vorgehen hatte sowohl bei der Opposition als auch bei der SPD Kritik ausgelöst. Bundespräsident Steinmeier verschob derweil wegen der unsicheren Flugmöglichkeiten eine Asienreise nach Indonesien und auf die Philippinen.
    Diese Nachricht wurde am 06.03.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.