
Ministerpräsident Söder erklärte heute in München, eine Entlassung Aiwangers wäre nicht verhältnismäßig. Er verwies auf die Antworten seines Stellvertreters auf den Fragenkatalog des Ministerpräsidenten zu der Affäre um ein antisemitisches Flugblatt aus den 80er Jahren. Der Chef der "Freien Wähler" habe ihm auch in einem persönlichen Gespräch glaubhaft vermittelt, dass er das Pamphlet nicht verfasst oder verbreitet habe. Söder betonte, Aiwanger hätte angesichts der Vorwürfe entschlossener und umfassender aufklären müssen. Der Minister müsse nun verlorenes Vertrauen zurückgewinnen und sollte das Gespräch mit Vertretern jüdischer Gemeinden suchen.
Später kritisierte Söder im ZDF auch die Rolle der Medien in der Affäre. Aiwanger selbst sprach erneut von einer Kampagne gegen ihn, die nun aber gescheitert sei. Jetzt müsse man wieder zur Tagesarbeit für Bayern zurückkehren.
Diese Nachricht wurde am 03.09.2023 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
