Wirtschaftsflügel der Union
Söder: Vorstoß zur Abschaffung des Rechts auf Teilzeit-Arbeit ist der falsche Weg

Der CSU-Vorsitzende Söder hat den Vorstoß des Wirtschaftsflügels der Union zur Abschaffung des Rechts auf Teilzeit-Arbeit zurückgewiesen.

    Markus Söder (CSU), Ministerpräsident von Bayern, spricht bei einer Pressekonferenz.
    Der bayerische Ministerpräsident Markus Söder (Pia Bayer / dpa / Pia Bayer)
    Dies sei der falsche Weg, sagte Söder nach einer Vorstandssitzung in München. Vielmehr müssten Anreize geschaffen werden, damit es sich lohne zu arbeiten. Dabei gehe es um Steuern und Abgaben. Generell sei der Grundsatz richtig, länger zu arbeiten, um die Produktivität zu steigern, meinte der bayerische Ministerpräsident. Der rheinland-pfälzische CDU-Vorsitzende Schnieder nannte den Vorschlag der Mittelstands- und Wirtschaftsunion eine Schnapsidee. Der rheinland-pfälzische Ministerpräsident Schweitzer, SPD, warb für flexible Arbeitszeitmodelle und bessere Angebote bei Kitas und der ambulanten Pflege.
    Der sogenannte Wirtschaftsflügel der Unionsparteien hat für den CDU-Bundesparteitag im Februar einen Antrag vorgelegt, der den Titel trägt "Kein Rechtsanspruch auf Lifestyle-Teilzeit". Ausnahmen soll es nur für die Erziehung von Kindern, die Pflege von Angehörigen und berufsbegleitende Fort- und Weiterbildung geben.
    Diese Nachricht wurde am 26.01.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.