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StartseiteCampus & KarriereSofortige U-Boot-Anbindung gefordert18.03.2002

Sofortige U-Boot-Anbindung gefordert

Rautavistische Hochschulgruppe ist wieder im Studierendenparlament der Uni Saarbrücken vertreten

<strong>Bei den Wahlen zum diesjährigen Studierendenparlament der Universität des Saarlandes hat die 'Rautavistische Hochschulgruppe' zum dritten Mal in Folge einen Sitz im Parlament erkämpft und den Vorsitz des Studierendenparlaments nur knapp verfehlt. Die Forderungen nach einem Rotationsprinzip für Matrikelnummern und dem 'Goldenen Studi-Ausweis' ab dem 20. Semester kamen bei den Wählern offensichtlich gut an.</strong>

Die Rautavisten und Informatiker Nils-Uwe Kammenhuber und Christoph Stahl wissen, was sie wollen: "Wir wünschen uns ein absolutes Chaos für die Hochschulpolitik sowie auch Verkehrschaos und ideologisches Chaos. Wir setzen uns stark für Zucht und Ordnung ein. Und genauso setzen wir uns natürlich für Unzucht und Unordnung ein, damit hier entsprechende Verhältnisse gar nicht erst einreißen."

Die 'Rautavistik', die 'bewusste Ausführung bewusst sinnfreier Handlungen aus eigenem Antrieb', ist für die hochschulpolitische Arbeit im klassischen Sinn nur bedingt geeignet. So reagierte die Rautavistische Hochschulgruppe auf den Wunsch vieler Studierender nach einem größeren Geltungsbereich für das Semesterticket auf ihre Weise. Nicht nur die innersaarländischen Flugverbindungen und die Benutzung kostenpflichtiger Fahrstühle sollten zukünftig im Semesterticket enthalten sein, verlangt Christoph Stahl: "Ich möchte darauf hinweisen, dass wir in unserem Wahlprogramm auch alternative Verkehrsmittel propagieren. Wir haben uns eingesetzt für eine U-Boot-Verbindung durch die Saar zum Bostal-See - auch mit dem Semesterticket."

Trotz der ungewöhnlichen Forderungen - die Rautavisten kamen bei den Studierenden offensichtlich gut an, wie der Sitz im Studierendenparlament beweist. Fragt man auf dem Campus nach, sind die Reaktionen geteilt: "Man kann nur hoffen, dass die nicht gewählt werden", heißt es beispielsweise. Andere haben mehr Verständnis: "Wenn eine Partei abstruse Forderungen stellt, sind die anderen gezwungen, ihre umso deutlicher und konkreter zu machen und das ist immer gut."

Related Link: www.rautavistik.de/ www.uni-eschweilerhof.de/

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