Weltflüchtlingstag
Solidarität mit Geflüchteten gefordert: "Niemand flieht freiwillig"

Anlässlich des heutigen Weltflüchtlingstages fordert die Vorsitzende der UNO-Flüchtlingshilfe, Brandts, mehr Solidarität mit Geflüchteten. Niemand fliehe freiwillig, sagte Brandts den Zeitungen der Mediengruppe Bayern. Sie beklagte, dass die Bereitschaft in einigen Staaten sinke, Flüchtlinge aufzunehmen.

22.06.2024
    Flüchtlinge aus dem Sudan in einem UNHCR-Registrierungszentrum in Uganda im Mai 2018. Menschen warten in einem Zelt.
    Flüchtlinge aus dem Sudan in einem UNHCR-Registrierungszentrum in Uganda im Mai 2018. (imago images/ZUMA Press/Geovien So)
    Brandts erinnerte auch daran, dass die meisten Flüchtlinge nicht nach Europa oder in die USA kämen, sondern in Nachbarländern Zuflucht suchten.
    Ähnlich äußerte sich auch Bundesentwicklungsministerin Schulze. Die meisten Flüchtlinge wünschten sich nichts mehr, als in ihre Heimat zurückkehren zu können. Sie alle verdienten Schutz und die volle Solidarität der Weltgemeinschaft, sagte Schulze in Berlin.
    Nach jüngsten Daten der UNO sind rund 117 Millionen Menschen weltweit auf der Flucht. Die Mehrheit bleibt im Herkunftsland und wird dort oft mehrfach vertrieben. Drei von vier Flüchtlingen, die ihr Land verlassen, werden von eher armen Ländern aufgenommen.
    Diese Nachricht wurde am 20.06.2024 im Programm Deutschlandfunk gesendet.