Die 2016 eingesetzte Sondergerichtsbarkeit für den Frieden sah es als erwiesen an, dass die sieben Angeklagten während des jahrzehntelangen bewaffneten Konflikts mit dem Staat insgesamt mehr als 21.000 Entführungen zu verantworten hatten. Die ehemaligen Rebellenführer müssen jeweils acht Jahre Zwangsarbeit verrichten.
Das Sondergericht hatte 2016 im Zuge eines historischen Friedensabkommens zwischen der Farc und der damaligen Regierung seine Arbeit aufgenommen. Unter den Entführungsopfern war damals auch die ehemalige Präsidentschaftskandidatin Betancourt, die vor ihrer Befreiung 2008 sechs Jahre lang im Dschungel als Geisel festgehalten worden war.
Betancourt kündigte an, sie werde sich an internationale Instanzen wie den Internationalen Strafgerichtshof wenden, um das Urteil anzufechten. Dem Gericht warf sie "Voreingenommenheit zugunsten der Farc" vor.
Diese Nachricht wurde am 17.09.2025 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
