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Innenausschuss
Sondersitzung nach Anschlag von Magdeburg

Mehr als eine Woche nach dem Anschlag auf den Weihnachtsmarkt in Magdeburg beginnt heute die politische Aufarbeitung im Bundestag.

    Ein Blick auf einen Tatort mit Rettungsdecken. Es ist der Weihnachtsmarkt von Magdeburg, wo ein Autofahrer mehrere Menschen überfahren hat.
    Der Anschlag von Magdeburg hat eine erneute Debatte über die innere Sicherheit ausgelöst. (picture alliance / dpa / Heiko Rebsch)
    Der Innenausschuss kommt zu einer Sondersitzung zusammen, um über den aktuellen Stand der Ermittlungen sowie mögliche Versäumnisse der Behörden zu beraten. Der Täter, ein 50-jähriger Arzt aus Saudi-Arabien, war im Vorfeld schon mehreren Behörden aufgefallen. Bei dem Anschlag waren fünf Menschen getötet und mehr als 200 verletzt worden.
    An der Sitzung nehmen neben Bundesinnenministerin Faeser auch die Chefs des Bundesnachrichtendiensts und des Bundeskriminalamts sowie die Magdeburger Oberbürgermeisterin Borris teil. Außerdem tagt das Parlamentarische Kontrollgremium.
    CDU-Generalsekretär Linnemann sagte im Deutschlandfunk, die Vorgänge von Magdeburg müssten jetzt schnell aufgearbeitet werden. Dabei gehe es nicht primär um Schuldzuweisungen. Zudem forderte Linnemann, die Behörden müssten auch psychisch kranke Gewalttäter in den Fokus nehmen. Menschen wie der Attentäter von Magdeburg würden bisher durch das Raster fallen.
    Diese Nachricht wurde am 30.12.2024 im Programm Deutschlandfunk gesendet.