Finanzen
Sondervermögen: Vorsitzender des Expertenrats verteidigt Bundesregierung

Der Vorsitzende des Expertenbeirats für das Sondervermögen für die Infrastruktur hat die Bundesregierung gegen Vorwürfe verteidigt, die Mittel seien bislang zweckentfremdet worden.

    Der Unternehmer
    Der Unternehmer Harald Christ (Imago / Christian Kielmann)
    Alle Regeln rund um die Investitionsquote von zehn Prozent würden vom Finanzministerium eingehalten, erklärte der Unternehmer Christ gegenüber der Deutschen Presse-Agentur. Er wies darauf hin, dass bislang lediglich 4,8 Prozent der Mittel aus dem 500 Milliarden Euro schweren Sondervermögen für Infrastruktur und Klimaneutralität investiert worden seien. Dieses sei ein langfristiges Projekt und könne nicht nach wenigen Monaten beurteilt werden.
    Christ war im Herbst an die Spitze des ehrenamtlichen Investitions- und Innovationsbeirats beim Bundesfinanzministeriums berufen worden. Das Gremium soll bei der Umsetzung und der Überwachung der Ausgaben aus dem schuldenfinanzierten Milliardenpaket beraten. Zuletzt hatten zwei Wirtschaftsforschungsinstitute der Bundesregierung vorgehalten, sie habe ihre eigentlich für Investitionen vorgesehenen neuen Milliardenschulden bislang hauptsächlich dafür genutzt, Haushaltslöcher zu stopfen.
    Diese Nachricht wurde am 20.03.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.