Anningan hatte sich in pechschwarzer Nacht wiederholt seiner Schwester Malina genähert. Um zu erfahren, wer der Mann ist, schmierte diese sich eines Abends mit dunklem Öl ein.
Am nächsten Tag bemerkte sie entsetzt das ölverschmutzte Gesicht ihres Bruders. Im heftigen Streit griff Malina einen brennenden Holzscheit und setzte dem fliehenden Anningan nach.
Der sprang in größter Not an den Himmel und wurde dort zum dunklen Mond. Malina sprang ihm hinterher und verwandelte sich zur strahlenden Sonne. Aus den sprühenden Funken ihrer Fackel entstanden die Sterne.
Bis heute jagt die Malina-Sonne dem Anningan-Mond hinterher. Der Bruder ist so gehetzt, dass er nicht einmal dazu kommt, etwas zu essen. Das zeigen die wechselnden Phasen des Mondes.
Aber immer rund um Neumond versteckt sich Anningan so gut, dass er doch etwas Nahrung zu sich nimmt und zu neuen Kräften kommt.
Das verschmutzte Angesicht des Anningan-Mondes leuchtet heute halb beleuchtet im Süden. In den nächsten Tagen entfernt sich der Bruder weiter von seiner Sonnenschwester.
Erst in knapp drei Wochen ist er so hungrig, dass er sich als Neumond etwas erholt. Dann ereignet sich sogar eine totale Sonnenfinsternis - in gewisser Weise bekommt Malina ihren Bruder dann zu fassen. Aber diese Inuitsage hat kein Ende.
Der ewige Wettlauf von Sonne und Mond geht auch danach weiter - Tag für Tag, Nacht für Nacht.
gewünscht von Fred Frenzel
Zum mythologischen Hintergrund von Sonne und Mond bei den Inuit
Mythen rund um Sonne, Mond und Sterne
Am nächsten Tag bemerkte sie entsetzt das ölverschmutzte Gesicht ihres Bruders. Im heftigen Streit griff Malina einen brennenden Holzscheit und setzte dem fliehenden Anningan nach.
Der sprang in größter Not an den Himmel und wurde dort zum dunklen Mond. Malina sprang ihm hinterher und verwandelte sich zur strahlenden Sonne. Aus den sprühenden Funken ihrer Fackel entstanden die Sterne.
Bis heute jagt die Malina-Sonne dem Anningan-Mond hinterher. Der Bruder ist so gehetzt, dass er nicht einmal dazu kommt, etwas zu essen. Das zeigen die wechselnden Phasen des Mondes.
Aber immer rund um Neumond versteckt sich Anningan so gut, dass er doch etwas Nahrung zu sich nimmt und zu neuen Kräften kommt.
Das verschmutzte Angesicht des Anningan-Mondes leuchtet heute halb beleuchtet im Süden. In den nächsten Tagen entfernt sich der Bruder weiter von seiner Sonnenschwester.
Erst in knapp drei Wochen ist er so hungrig, dass er sich als Neumond etwas erholt. Dann ereignet sich sogar eine totale Sonnenfinsternis - in gewisser Weise bekommt Malina ihren Bruder dann zu fassen. Aber diese Inuitsage hat kein Ende.
Der ewige Wettlauf von Sonne und Mond geht auch danach weiter - Tag für Tag, Nacht für Nacht.
gewünscht von Fred Frenzel
Zum mythologischen Hintergrund von Sonne und Mond bei den Inuit
Mythen rund um Sonne, Mond und Sterne