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Nach dem Putsch
Sorge um abgesetzten Präsidenten von Niger

Der Menschenrechts-Kommissar der Vereinten Nationen, Türk, sorgt sich um den abgesetzten Präsidenten von Niger, Bazoum, und dessen Familie.

    Nigers Präsident Mohamed Bazoum trägt einen Anzug und gestikuliert.
    Menschenrechtler äußern sich besorgt über die Lage des abgesetzten nigrischen Präsidenten Bazoum. (picture alliance/ASSOCIATED PRESS/Evelyn Hockstein)
    Türk teilte in Genf mit, nach dem Militärputsch in Niger würden Bazoum sowie seine Frau und sein Sohn unter unmenschlichen und erniedrigenden Bedingungen gefangen gehalten. Dafür lägen ihm glaubwürdige Berichte vor. Die Menschenrechts-Organisation Human Rights Watch teilte mit, sie stehe im Kontakt mit Bazoum. Es gebe weder Nahrung noch medizinische Betreuung.
    Bundesaußenministerin Baerbock begrüßte derweil die Reaktion der westafrikanischen Wirtschaftsgemeinschaft ECOWAS auf den Staatsstreich in Niger. Dass die ECOWAS und die Afrikanische Union in diesen entscheidenden Tagen geschlossen aufträten, sei ein klares Zeichen für die Unterstützung der Demokratie in Niger, erklärte die Grünen-Politikerin.
    Die ECOWAS-Staaten hatten gestern beschlossen, zunächst auf Diplomatie im Umgang mit den Putschisten zu setzen. Zugleich einigten sie sich darauf, eine Eingreiftruppe für eine militärische Intervention zusammenzustellen.
    Diese Nachricht wurde am 11.08.2023 im Programm Deutschlandfunk gesendet.