Medienbericht
Sozialausgaben in Deutschland steigen weiter - Rückgang beim Bürgergeld

Die Sozialausgaben in Deutschland sind im vergangenen Jahr weiter gestiegen.

    Das Zeichen der Arbeitsagentur für Arbeit - ein rotes, großes A - auf einer grauen Hauswand
    2025 wurden deutlich mehr Leistungen der Arbeitslosenversicherung ausgezahlt. (picture alliance / dpa / Revierfoto)
    Nach Angaben der Bundesregierung wurden für Rente, Pflege und ähnliche Leistungen rund 1,43 Billionen Euro ausgegeben. Das entspricht etwa einem Drittel der Wirtschaftsleistung des Landes. Besonders stark gestiegen sind demnach die Leistungen der Arbeitslosenversicherung. Sie lagen rund 16 Prozent über dem Wert von 2024. Weniger Ausgaben gab es dagegen beim Bürgergeld. Nach Angaben des Bundesarbeitsministeriums ging die Zahl der erwerbsfähigen Menschen, die Bürgergeld beziehen, im vergangenen Jahr zurück. Das Ministerium führt das vor allem darauf zurück, dass mehr Geflüchtete in Arbeit vermittelt wurden. Das Bürgergeld wurde im Juli durch die neue Grundsicherung abgelöst.
    Der Ökonom Andreas Peichl vom Ifo-Institut sagte der Süddeutschen Zeitung, die Steigerung der Sozialausgaben hänge einerseits mit der Alterung der Gesellschaft zusammen. Andererseits sei auch die Politik verantwortlich, die in den vergangenen zehn Jahren viele sozialpolitische Leistungen beschlossen habe. Als Beispiel nannte er etwa die Ausweitung des Wohngeldes und der Mütterrente.
    Diese Nachricht wurde am 23.07.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.