
Sahr warnte jedoch, dass mit der Aktienrente das demographische Problem in Deutschland nicht gelöst werde. Wenn Finanzmärkte mehr Geld generierten, würden dadurch nicht automatisch mehr Wohnraum oder andere Güter produziert. Die Politik dürfe sich nicht davon entlastet fühlen, sich um mehr Fachkräfte und Investitionen zu bemühen.
Die Bundesregierung plant, die gesetzliche Rente auch mit Hilfe von Aktien zu finanzieren. Bis Mitte der 2030er Jahre soll ein Kapitalstock von mindestens 200 Milliarden Euro aufgebaut werden. Aus den Erträgen sollen Zuschüsse in die gesetzliche Rente fließen. Dadurch will die Bundesregierung nach eigenen Angaben verhindern, dass die Beiträge steigen oder das Renteneintrittsalter weiter angehoben werden muss.
In Deutschland gibt es angesichts der demografischen Entwicklung immer mehr Rentnerinnen und Rentner und immer weniger Beitragszahler.
Diese Nachricht wurde am 10.03.2024 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
