Raumfahrt
SpaceX gelingt Testflug mit neuer Version von "Starship"-Rakete

Das US-Raumfahrtunternehmen SpaceX hat einen Testflug mit einer neuen Version der "Starship"-Rakete weitgehend nach Plan absolviert. Das über 120 Meter hohe Modell startete vom Weltraumbahnhof nahe Brownsville im Bundesstaat Texas. Gut eine Stunde später stürzte die obere Stufe zum Ende des Testflugs wie geplant in den Indischen Ozean.

    Eine riesige, zivile Rakete startet von einem Weltraumbahnhof und zieht einen kräftigen Feuerschweif unter sich her.
    Start der SpaceX-"Starship"-Rakete in der Version V3 (Eric Gay / AP / dpa-bildfunk)
    Ganz ohne technische Probleme verlief der Testflug aber nicht: Zwar gelang nach dem Start die Abtrennung des Super-Heavy-Antriebs von der oberen Stufe von "Starship". Eine kontrollierte Rückkehr des Antriebs auf die Erde aber misslang, der sogenannte Booster stürzte vielmehr unkontrolliert in den Golf von Mexiko.

    Neue "Starship"-Rakete ist größer und leistungsstärker 

    Erstmals kam die "Version 3" des "Starship" zum Einsatz, ein nach Angaben des Unternehmens unter anderem im Hinblick auf Design und Leistungsfähigkeit komplett überarbeitetes Modell der Riesen-Rakete. Das System besteht aus zwei Teilen, die sich nach dem Start trennen: Dem etwa 70 Meter langen Booster Super Heavy und der - ebenfalls "Starship" genannten - oberen Stufe, die rund 50 Meter misst. Beide Teile sind so konzipiert, dass sie irgendwann nach der Rückkehr zur Erde wiederverwendet werden können. 
    Die US-Raumfahrtbehörde Nasa will mit dem wiederverwendbaren "Starship" Astronauten zum Mond schicken. SpaceX wiederum hofft, damit eines Tages den Mars zu erreichen. Erst kürzlich hatte das Unternehmen von Tech-Milliardär Elon Musks einen baldigen Börsengang angekündigt.
    Diese Nachricht wurde am 23.05.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.