
Absturz auf den Mond war nicht geplant
Die zwölf Meter lange und 4,5 Tonnen schwere Oberstufe stammt von einer Rakete, die im Januar des vergangenen Jahres zwei Landefähren privater Unternehmen in Richtung Mond gebracht hatte. Dass sie auf den Himmelskörper prallt, war laut SpaceX nie geplant. Sie wird auf der Vorderseite des Mondes einschlagen und die Energie von umgerechnet drei Tonnen TNT freisetzen. Experten erwarten, dass der Aufprallblitz weniger als eine Sekunde dauern und wahrscheinlich zu schwach sein wird, um mit bloßem Auge erkannt zu werden. Doch das herausgesprengte Material dürfte kilometerweit ins All geschleudert werden und deshalb mit dem Fernrohr von der US-Ostküste, Kanada und Teilen Südamerikas aus zu sehen sein.
Krater von 5 Metern Tiefe erwartet
Benjamin Fernando vom US-amerikanischen "Los Alamos National Laboratory" rechnet mit einem Einschlagskrater von 27 Metern Durchmesser und 5 Metern Tiefe. Das könne man von der Erde aus nicht sehen, sagte er Nachrichtenagentur AP. Aber der "Lunar Reconnaissance Orbiter" der US-Raumfahrtbehörde Nasa und der südkoreanische Mondorbiter "Danuri" sollen nach seinen Angaben Vorher-Nachher-Aufnahmen der Absturzstelle machen.
Gefahr für Astronauten einschätzen
Meteoriten und andere kosmische Objekte prallen in der Regel auf den Mond, ohne dass Wissenschaftler vorher davon wissen. Deshalb ist dieser vorhersehbare Einschlag eines künstlichen Objekts umso interessanter für die Forscher. "Ein Grund für unser Interesse an diesem Ereignis ist, dass wir herausfinden wollen, wie groß die Gefahr durch einen Trümmeraufprall für künftige Astronauten ist", erklärte Fernando.
Diese Nachricht wurde am 02.08.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
