Migration
Spanien setzt Militär in Ceuta ein - Tausende neue Migranten in Exklave angekommen

Die spanische Regierung hat einen Militäreinsatz in der Exklave Ceuta angekündigt, nachdem zuletzt Tausende Migranten die Grenze überquert hatten.

    Blick vom Grenzzaun auf Teile der spanische Stadt Ceuta. Zu sehen ist eine Straße an der Küste. Im Hintergrund ist das Mittelmeer zu sehen.
    Die spanische Exklave Ceuta an der nordafrikanischen Küste. (IMAGO / ZUMA Press / Antonio Sempere)
    Bis Freitag sollen drei Züge mit je 20 Soldaten, eine Tauchereinheit und ein Militärschiff verlegt werden, teilte das Innenministerium mit. Zudem sollen die Spezialeinheiten der Polizei aufgestockt werden. Zuvor hatte Regionalpräsident Vivas die spanische Regierung dazu aufgefordert, den nationalen Notstand auszurufen und das Militär zur Sicherung der Grenze zwischen Ceuta und Marokko einzusetzen. Viele Migranten waren von dem nordafrikanischen Land aus in den vergangenen Tagen überwiegend schwimmend in die Exklave gelangt. Der Vorsitzende der Gewerkschaft der Guardia Civil bezeichnete die Lage in Ceuta als chaotisch. Es sei nicht möglich, genaue Zahlen zu nennen, aber es überquerten Tausende Menschen die Grenze.
    Diese Nachricht wurde am 30.07.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.