Einwanderungspolitik
Spanien will Aufenthalt von rund 500.000 Migranten legalisieren

Die Regierung in Spanien will den Aufenthaltsstatus von etwa einer halben Million Migranten ohne Papiere legalisieren.

    Die spanische Ministerin für Integration, soziale Sicherheit und Migration sowie Regierungssprecherin, Elma Saiz, spricht.
    Die spanische Migrationsministerin Elma Saiz (picture alliance/NurPhoto/Francesco Militello Mirto)
    Die spanische Migrationsministerin Saiz sagte dem Sender RTVE, die Menschen könnten dann legal in jedem Sektor und in jedem Teil des Landes arbeiten, was der Wirtschaft zugute kommen werde.
    Das Dekret betrifft nach Informationen aus Regierungskreisen Migranten, die seit mindestens fünf Monaten in Spanien leben und vor dem 31. Dezember 2025 internationalen Schutz beantragt haben. Die Legalisierung soll demnach auch bereits in Spanien lebende Kinder der Antragsteller umfassen.
    Die sozialistische Regierung von Ministerpräsident Sanchez geht mit der Maßnahme einen anderen Weg als die meisten EU-Staaten, die ihre Migrationspolitik verschärfen. Der Regierungschef begründet diesen Kurs mit der Gefährdung des Sozialstaats sowie der Probleme bei der Rentensicherung aufgrund fehlender Arbeitskräfte und einer überalterten Bevölkerung.
    Diese Nachricht wurde am 27.01.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.