
Er war am Morgen in die spanische Exklave in Nordafrika gereist, um sich nach der Ankunft zehntausender afrikanischer Migranten ein Bild der Lage zu machen. Sanchez erklärte, die Massenüberquerungen der Grenze zu Ceuta stellten eine Verletzung der territorialen Souveränität Spaniens dar. Aus Gesprächen mit den marokkanischen Behörden gehe hervor, dass eine - Zitat - "Menschenhändlermafia" den Ansturm auf die spanische Exklave ausgelöst habe. Der spanische Regierungschef kündigte an, dass man rasch mit Rückführungen von irregulär eingereisten Migranten beginnen werde.
EU-Kommissionspräsidentin von der Leyen betonte, man müsse den Überfahrten nach Ceuta sofort ein Ende setzen und Schleusernetzwerke zerschlagen. Bundeskanzler Merz forderte Marokko auf, illegal eingereiste Migranten unverzüglich wieder zurückzunehmen. Frankreich verstärkte wegen der Lage in Ceuta seine Kontrollen an der Grenze zu Spanien. Italien und Finnland forderten einen vorübergehenden Ausschluss Spaniens aus dem Schengenraum.
Nach Angaben aus Ceuta haben inzwischen mindestens 60.000 Migranten die spanische Exklave erreicht. Mindestens 34 Menschen sollen ums Leben gekommen sein.
Diese Nachricht wurde am 31.07.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
