Nordafrika
Spanische Regierung: Zehntausende Migranten erreichen Exklave Ceuta

In Nordafrika sind offenbar zehntausende Migranten in die spanische Exklave Ceuta gelangt.

    Migranten versuchen von Marokko aus in die spanische Enklave Ceuta zu gelangen.
    Hunderte Migranten versuchen von Marokko aus in die spanische Enklave Ceuta zu gelangen. (Antonio Sempere / AP / dpa / Antonio Sempere)
    Nach Schätzungen spanischer Medien und der Polizei haben mehr als 40.000 Menschen die Grenze überwunden. Aus Polizeikreisen hieß es zudem, es sei unmöglich, genaue Zahlen zu nennen. Auch zum Zeitraum gab es zuletzt unterschiedliche Angaben.
    Auslöser war möglicherweise eine Entscheidung des spanischen Obersten Gerichts, dass über das Meer eintreffende Migranten nicht ohne ordnungsgemäßes Verfahren zurückgeschickt werden dürfen. Der Vorsitzende der Gewerkschaft der Guardia Civil erklärte, seit dem Urteil Anfang Juli habe es einen stetigen Zustrom gegeben, gestern sei es jedoch zu einem sprunghaften Anstieg gekommen. Das spanische Innenministerium warf Schlepperbanden vor, das Urteil auszunutzen.
    Nach Medienberichten kam ein Großteil der Migranten schwimmend über das Meer. Insgesamt seien mindestens 18 Menschen ums Leben gekommen. Der Regionalpräsident von Ceuta, Vivas, sprach von einem humanitären und sozialen Notstand. Madrid entsandte Soldaten zur Unterstützung der Grenzbeamten. Auch die EU-Kommission bot Hilfe an.
    Ceuta ist offiziell EU-Gebiet, gehört aber nicht zum Schengen-Raum.
    Diese Nachricht wurde am 31.07.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.