Gesundheitssystem
Sparplan von Ministerin Warken bekommt Lob und Kritik

Die von Bundesgesundheitsministerin Warken geplanten Einsparungen bei den gesetzlichen Krankenversicherungen stoßen auf ein geteiltes Echo.

    Gesundheitsministerin Nina Warken (CDU), spricht im Bundesministerium für Gesundheit.
    Bundesgesundheitsministerin Warken will im nächsten Jahr 20 Milliarden Euro einsparen. (picture alliance / dpa / Sebastian Gollnow)
    Der Vorstandsvorsitzende des GKV-Spitzenverbandes, Blatt, lobte die Kopplung der Ausgaben an die Einnahmen. Für die Krankenkassen sei das ein lang ersehnter Paradigmenwechsel. Blatt bemängelte hingegen, dass der Bund nicht die Gesundheitskosten von Grundsicherungsbeziehern übernehme. Die Chefin des Sozialverbands Deutschland, Engelmeier, bezeichnete Leistungskürzungen oder höhere Zuzahlungen als ein absolutes Tabu. Die Gesundheitsversorgung dürfe nicht vom Geldbeutel abhängen. Auch die IG Metall warnte vor Leistungskürzungen, einseitigen Mehrbelastungen oder Beitragsanhebungen für Beschäftigte.
    Bundesgesundheitsministerin Warken hatte angekündigt, die Kosten der gesetzlichen Krankenkassen im kommenden Jahr um 20 Milliarden Euro zu senken. Sie will etwa die ⁠beitragsfreie Mitversicherung von Ehepartnern abschaffen und die Zuzahlung für Medikamente erhöhen. Außerdem dürften die Ausgaben der Krankenkassen nicht die Einnahmen übersteigen. Mit den Maßnahmen sollen die Finanzen der Krankenkassen konsolidiert werden.
    Diese Nachricht wurde am 14.04.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.