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RBB
Sparprogramm im Umfang von fast 50 Millionen Euro

Der Rundfunk Berlin-Brandenburg (RBB) plant Sparmaßnahmen im Umfang von fast 50 Millionen Euro. Die Notwendigkeit dazu habe sich aus der "Misswirtschaft der vergangenen Jahre" ergeben, teilte der öffentlich-rechtliche Sender in Berlin mit. Zudem sollen bis Ende 2024 insgesamt 100 Stellen wegfallen.

    Fahnen mit dem Senderlogo vor dem Gebäude des RBB in Berlin.
    Der Rundfunk Berlin-Brandenburg (RBB) will im Zuge eines Sparprogramms auch Stellen streichen. (imago-images / Schöning)
    Interims-Intendantin Vernau erklärte laut Mitteilung, "ohne unser entschiedenes Handeln noch in der laufenden Beitragsperiode würden wir spätestens Ende 2024 in einen finanziellen Abgrund blicken. Die Zahlungsfähigkeit wäre nicht mehr ohne Weiteres sichergestellt."
    Der RBB war im Sommer 2022 in eine Krise gestürzt, als durch Medienberichte Vetternwirtschafts- und Verschwendungsvorwürfe gegen die Spitze aufgekommen waren. Die gesamte damalige Geschäftsleitungsriege ist nicht mehr im Amt. Im Zentrum des Skandals stehen die fristlos entlassene Intendantin Schlesinger und der Sender-Chefaufseher Wolf. Beide wiesen Vorwürfe zurück.
    Die Generalstaatsanwaltschaft Berlin ermittelt. Rechnungshöfe prüfen derzeit ebenfalls, eine externe Anwaltskanzlei arbeitet zudem an einem Bericht.
    ARD, ZDF und Deutschlandradio werden durch Rundfunkbeiträge finanziert, die Haushalte und Firmen zahlen. Auf den RBB entfielen 2021 nach Angaben des Sender-Beitragsservices im Jahre 2021 rund 436 Millionen Euro Erträge.
    Diese Nachricht wurde am 23.02.2023 im Programm Deutschlandfunk gesendet.