
SPD-Fraktionsvize Limbacher sagte der "Augsburger Allgemeinen", die mitunter aggressive Handelspolitik Pekings sei Teil der wirtschaftspolitischen Herausforderungen. Als Beispiele nannte er den Dumpingverdacht in einigen Sektoren und Chinas weitreichende Kontrolle über den Export Seltener Erden. Der Bundesverband der Deutschen Industrie rief den Bundeskanzler auf, in China auf faire Wettbewerbsbedingungen zu pochen.
Der US-Politologe Noah Barkin die Erwartungen gedämpft. Es werde hauptsächlich darum gehen, ein persönliches Verhältnis zu Staatschef Xi aufzubauen, sagte Barkin im Deutschlandfunk. Bei strittigen Fragen wie etwa dem Export Seltener Erden erwarte er keinerlei Fortschritte, betonte der China-Experte.
Merz wird bei seiner ersten Reise nach Peking seit seinem Amtsantritt im vorigen Jahr von einer hochrangigen Wirtschaftsdelegation begleitet. Es sollen mehrere Abkommen unterzeichnet werden. Nach dem Empfang durch Ministerpräsident Li Qiang ist morgen Nachmittag ein Treffen mit dem chinesischen Staatspräsidenten Xi Jinping geplant. Am Donnerstag reist Merz dann weiter in das gut 1.100 Kilometer südlich gelegene Hangzhou, das auch als das "Silicon Valley" Chinas bezeichnet wird.
Diese Nachricht wurde am 24.02.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
