Sexualisierte Deepfakes
SPD-Gleichstellungspolitikerin Wegge erwartet vom Gesetzentwurf zu digitaler Gewalt Abschreckung von Tätern

Die rechtspolitische Sprecherin der SPD-Bundestagsfraktion, Wegge, erwartet vom geplanten Gesetz des Bundesjustizministeriums zu digitaler sexualisierter Gewalt eine deutliche Abschreckung möglicher Täter.

    Carmen Wegge (SPD) im Bundestag.
    Die rechtspolitische Sprecherin der SPD-Bundestagsfraktion, Carmen Wegge, erwartet vom geplanten Gesetz gegen digitale Gewalt eine deutliche Abschreckung möglicher Täter (dpa / Carsten Koall)
    Wegge sagte im Deutschlandfunk, Personen würden abgeschreckt, etwa sogenannte pornografische "Deepfakes" zu erstellen, weil klarer werde, was im digitalen Raum strafbar sei und was nicht. Bundesjustizministerin Hubig von der SPD will den Gesetzentwurf in der kommenden Woche vorlegen.
    Das Thema hat neue Aktualität bekommen durch Vorwürfe der Schauspielerin Collien Fernandes gegen ihren Ex-Mann Christian Ulmen. Von ihr waren jahrelang mit Künstlicher Intelligenz gefälschte sexualisierte Darstellungen im Umlauf, für die sie den Schauspieler verantwortlich macht. Fernandes erstattete Anzeige in Spanien, wo das Paar lebte und die Gesetzeslage schärfer ist. Es gilt die Unschuldsvermutung. Ulmens Anwalt bezeichnete die Berichterstattung über den Schauspieler als rechtswidrig. Es würden unwahre Tatsachen aufgrund von einseitigen Schilderungen verbreitet.
    Diese Nachricht wurde am 21.03.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.