
In dem fraktionsübergreifenden sogenannten Osterappell heißt es, das Mittelmeer sei inzwischen eine der tödlichsten Fluchtrouten der Welt. Küstenstaaten wie Malta und Italien kämen ihrer Pflicht nicht nach, Seenotfälle zu koordinieren. Zivile Rettungsschiffe würden zudem systematisch behindert. Dies sei mit Blick auf die humanitären Grundsätze der EU nicht akzeptabel. Den Appell haben 128 Bundestagsabgeordnete unterzeichnet.
Nach Angaben der Internationalen Organisation für Migration wurden im Januar und Februar im Mittelmeer 660 Todes- und Vermisstenfälle dokumentiert. Das sei die höchste Zahl seit Beginn der Aufzeichnungen im Jahr 2014.
Diese Nachricht wurde am 04.04.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
