Nach Wahlniederlage in Rheinland-Pfalz
SPD-Minister Pistorius: Brauchen jetzt keine Personaldiskussion

Verteidigungsminister Pistorius hat Rufe nach personellen Konsequenzen bei der SPD nach der Landtagswahl in Rheinland-Pfalz zurückgewiesen. Der SPD-Politiker sagte der Deutschen Presse-Agentur, das Wahlergebnis sei zwar sehr schlecht. Weder in der Partei noch in der Koalition brauche es jetzt aber eine Personaldiskussion.

    Boris Pistorius (SPD), Bundesminister der Verteidigung, spricht bei einer Pressekonferenz mit dem lettischen Verteidigungsminister.
    Verteidigungsminster Pistorius (SPD) (Britta Pedersen / dpa / Britta Pedersen)
    Man stehe angesichts der Weltlage und der Herausforderungen in Deutschland vor anderen Problemen, betonte Pistorius weiter. Die niedersächsische SPD-Landtagsabgeordnete Schröder-Köpf hatte angesichts der Wahlniederlage einen kompletten Wechsel an der Spitze ihrer Partei gefordert und Pistorius für das Amt des Vizekanzlers vorgeschlagen. Juso-Chef Türmer kritisierte, die Parteivorsitzenden Klingbeil und Bas hätten bisher keine ausreichenden Antworten gefunden. Es fehle ein Gefühl des Aufbruchs oder eine überzeugende Erzählung für die SPD. Klingbeil selbst erklärte, nach der Wahlniederlage werde es Personaldebatten geben und die müsse man führen. Er werde sich nicht wegducken.
    Diese Nachricht wurde am 23.03.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.