DLF-Interview
SPD nach Wahl in Baden-Württemberg: NRW-Fraktionsvorsitzender Ott will berufstätige Familien in den Fokus rücken

Ungeachtet des schlechten Abschneidens der SPD bei den baden-württembergischen Landtagswahlen sieht der nordrhein-westfälische Fraktionsvorsitzende Ott die Sozialdemokraten auf gutem Weg.

    Ott spricht bei einer Plenarsitzung und zeigt mit der rechten Hand nach vorne.
    Der SPD-Fraktionschef in Nordrhein-Westfalen, Jochen Ott. (Henning Kaiser / dpa / Henning Kaiser)
    Der SPD-Politiker sagte im Deutschlandfunk, die Kritik sei nicht neu, dass sich seine Partei zu wenig für die Arbeiterschaft einsetze. Man habe den Fokus aber bereits verschoben. Das Vertrauen von heute auf morgen zurückzugewinnen, sei jedoch schwierig, betonte Ott. Nach seiner Auffassung sollte die SPD berufstätige Familien in den Mittelpunkt rücken und auf starke Persönlichkeiten bei Wahlen setzen. Hier nannte der nordrhein-westfälische Oppositionspolitiker seinen Parteikollegen Schweitzer, der in Rheinland-Pfalz die Regierung anführt und bei der Landtagswahl am 22. März erneut antritt.
    Mit Blick auf die Wahl des neuen Landtags in Nordrhein-Westfalen im Frühjahr 2027 kündigte Ott an, einen Fokus auf die Industrie legen zu wollen. Man müsse klarmachen, dass man den Weg in eine klimaneutrale Wirtschaft wolle. Dabei müsse den Unternehmen jedoch etwas mehr Zeit eingeräumt werden und gleichzeitig dafür gesorgt werden, dass diejenigen Unterstützung erhalten, die in Standortsicherheit investieren. Ott tritt bei der Wahl für die NRW-SPD als Spitzenkandidat an.
    Diese Nachricht wurde am 12.03.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.