Verteidigung
SPD-Politiker Droßmann: Erst Waffenstillstand in der Ukraine abwarten, dann über Bundeswehr-Beteiligung sprechen

Der verteidigungspolitische Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion, Droßmann, warnt vor übereilten Plänen für eine Absicherung eines Waffenstillstands in der Ukraine.

    Falko Droßmann, SPD, spricht im Bundestag.
    Der SPD-Politiker Falko Droßmann (picture alliance/Geisler-Fotopress/Frederic Kern)
    Man müsse erst abwarten, ob und wie ein Waffenstillstand komme, sagte Droßmann im Deutschlandfunk. Eine Debatte darüber, was die Bundeswehr an welchem Ort genau leisten solle, komme zu früh. Droßmann unterstützte aber grundsätzlich den Vorstoß von Bundeskanzler Merz, dass Deutschland einen Waffenstillstand in der Ukraine mitabsichern werde. Merz hatte nach Beratungen von Unterstützer-Staaten in Paris erklärt, Bundeswehrsoldaten könnten etwa in an die Ukraine grenzende NATO-Länder entsandt werden.
    Kritik kam aus der Opposition. Die Grünen bemängelten Merz' Aussagen als zu vage. Die AfD lehnt einen Bundeswehreinsatz in der Ukraine oder an der Grenze generell ab. Die Linke sprach sich für eine UNO-Blauhelmmission durch von beiden Seiten akzeptierte Friedenstruppen aus.
    Lob für Merz' Vorschlag kommt hingegen aus Polen. Außenminister Sikorski zeigte sich aufgeschlossen gegenüber einer möglichen Entsendung von Bundeswehrsoldaten in sein Land. Dies geschehe bereits seit Jahren im Rahmen verschiedener Missionen, erklärte Sikorksi.
    Diese Nachricht wurde am 08.01.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.