Gesundheitsversorgung
SPD-Politiker Mieves bezeichnet Einführung der elektronischen Patientenakte als "Meilenstein"

Der SPD-Gesundheitspolitiker Mieves hat die Einführung der elektronischen Patientenakte vor einem Jahr als Meilenstein bezeichnet.

    Matthias David Mieves, SPD MdB, spricht im Deutschen Bundestag in Berlin.
    Der SPD-Gesundheitspolitiker Matthias David Mieves (IMAGO photothek/IMAGO/Ute Grabowsky)
    Andere Länder in Europa wie Dänemark seien diesen Schritt schon vor zehn bis 15 Jahren gegangen, sagte Mieves im Deutschlandfunk. Hierzulande hänge man hinterher. Die elektronische Patientenakte werde die Gesundheitsversorgung in Deutschland nachhaltig verbessern. Es laufe bei der Nutzung aber noch nicht alles rund, erklärte Mieves. So sei die digitale Infrastruktur noch unzureichend, und die Bedienfreundlichkeit müsse dringend verbessert werden. Der Hausärztinnen- und Hausärzteverband zieht dagegen eine kritische Bilanz. Der Bundesvorsitzende Beier sagte den Funke-Medien, die wenigsten Patienten hätten sich ihre Akte angeschaut. Das liege vor allem an einem absurd komplizierten Registrierungsprozess. Für die Praxen wiederum gebe es Probleme mit dem zugrundeliegenden Telematik-Netzwerk, in dem es immer wieder zu massiven Störungen und Ausfällen komme. Der Bundesverband der Verbraucherzentralen forderte, die ePA müsse zügig im Sinne der Versicherten weiterentwickelt werden. Es fehlten zentrale Funktionen wie digitale Impf- oder Bonushefte.
    Diese Nachricht wurde am 18.02.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.