
Er verwies im Deutschlandfunk auf die niedrige Geburtenrate und deren teils ökonomische Gründe. Ob man sich das erste oder zweite Kind überhaupt leisten könne, sei eine Frage, die sich viele stellten, führte Reichardt aus. Dementsprechend müsse die Politik beim Elterngeld nicht reduzieren, sondern nachlegen.
Prien will im Zuge einer Elterngeldreform die maximale Bezugsdauer von derzeit 14 auf 12 Monate senken. Zudem soll die Zahl der sogenannten Vätermonate von zwei auf drei Monate erhöht werden. Derzeit kann die volle Dauer des Elterngelds nur ausgeschöpft werden, wenn ein Elternteil mindestens zwei Monate übernimmt. Da das meist die Väter sind, wird umgangssprachlich von Vätermonaten gesprochen. Den Plänen zufolge soll außerdem der monatlich gezahlte Höchstbetrag auf 1.900 Euro steigen. Kritikern zufolge ist das zu wenig.
Diese Nachricht wurde am 15.07.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
