Debatte um "Rente mit 63"
SPD-Politiker Wiese setzt auf Härtefallregelung für Schichtarbeiter

In der Debatte um die geplante Abschaffung der abschlagsfreien Frührente hat der Parlamentarische Geschäftsführer der SPD, Wiese, Härtefallregelungen vorgeschlagen.

    Dirk Wiese im Porträt
    Dirk Wiese (SPD) (picture alliance / Geisler-Fotopress / Bernd Elmenthaler / Geisler-Fotopr)
    Diese könnten etwa für besonders belastete Beschäftigte gelten, sagte Wiese in Berlin. Als Beispiel nannte er "hart arbeitende Schichtarbeiter". Wiese betonte, Ausnahmeregeln für bestimmte Berufsgruppen bewegten sich auch im Rahmen der Vorschläge der Rentenkommission. Die Abschaffung der Frührente ohne Abschläge nach 45 Beitragsjahren ist einer der Kernpunkte der geplanten Reform der Alterssicherung. Widerstand gegen die Pläne kommt von den ostdeutschen Ministerpräsidenten, sowie aus den SPD-regierten Ländern Saarland und Bremen.
    Der Hauptgeschäftsführer der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände, Kampeter, erklärte, es mache ihn fassungslos, dass zentrale Elemente des Rentenpakets infrage gestellt würden, bevor sie überhaupt umgesetzt seien. So verspiele man die vielleicht letzte Chance, die Altersversorgung demografiefest zu machen. Die DGB-Vorständin Piel warf den Arbeitgebern Heuchelei vor. Sie sagte, Realität sei doch, dass die Unternehmen trotz partiellen Fachkräftemangels selten ältere Beschäftigte nachfragten.
    Diese Nachricht wurde am 05.08.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.