Haushalt
SPD-Politikerin Esdar verteidigt steigende Bundesmittel für Rentenversicherung: "Frage der Gerechtigkeit"

Die stellvertretende Fraktionsvorsitzende der SPD, Esdar, hat die wachsenden staatlichen Zuschüsse für die Rentenversicherung verteidigt.

    Wiebke Esdar (SPD) spricht im Deutschen Bundestag.
    Die SPD-Politikerin Wiebke Esdar (Michael Kappeler / dpa)
    Sie sagte im Deutschlandfunk, Steuergeld auszugeben, um Menschen eine auskömmliche Rente zu ermöglichen, sei grundsätzlich nichts Schlechtes, sondern eine Frage der Gerechtigkeit. Die SPD wisse zugleich, dass es vor dem Hintergrund steigender Ausgaben für die Rente Handlungsbedarf gebe. Esdar wies darauf hin, dass die Frauenerwerbsquote in Deutschland im europäischen Vergleich niedrig sei. Notwendig sei deshalb eine bessere Betreuungsinfrastruktur. Esdar warb zudem für eine Reform der Erbschaftssteuer.
    Der Bundeszuschuss an die Rentenversicherung ist mit rund 121 Milliarden Euro der größte Einzelposten im Haushalt für das laufende Jahr. Heute beginnen im Bundestag die Schlussberatungen über den Etat. Er wird wegen des Endes der Ampel-Koalition im vergangenen November und der vorgezogenen Bundestagswahl verspätet verabschiedet.
    Diese Nachricht wurde am 16.09.2025 im Programm Deutschlandfunk gesendet.