Verteidigungspolitik
SPD warnt vor europäischer Verteidigungslücke ohne geplante Stationierung von US-Tomahawk-Raketen

Die SPD-Verteidigungspolitikerin Möller sieht in der europäischen Verteidigung gegen die Bedrohung durch Russland eine deutliche Lücke.

    Die parlamentarische Staatssekretärin im Verteidigungsministerium, Siemtje Möller (SPD), äußert sich am Rande eines Treffens der Ukraine-Kontaktgruppe in Ramstein, Rheinland-Pfalz.
    Die SPD-Verteidigungspolitikeren Siemtje Möller (Archivbild von 2023). (Boris Roessler / dpa / Boris Roessler)
    Möller sagte im Deutschlandfunk, sollte es die mit den USA vereinbarte Stationierung von Tomahawk-Raketen in Deutschland jetzt doch nicht geben, sei das militärisch ein größeres Problem als der angekündigte Teilabzug von US-Truppen. Die Tomahawk-Raketen seien zwar nur als Übergangslösung gedacht gewesen, bis Europa ein eigenes System entwickelt habe. Man selbst werde diese Lücke aber wohl erst Anfang der 30er-Jahre schließen können. Die SPD-Politikerin sagte, Sorge mache ihr vor allem, dass die Partnerschaft, die man mit den USA habe, offenbar zum Spielball von Launen werden könne.
    Ähnlich hatte sich der CDU-Verteidigungspolitiker Kiesewetter geäußert. Er sagte - ebenfalls im Deutschlandfunk - die USA stünden nicht mehr verlässlich zur militärischen Abschreckung in Europa. Kiesewetter forderte, gemeinsam mit der Ukraine Raketen zu entwickeln.
    Diese Nachricht wurde am 05.05.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.