
Schwesig sagte im Deutschlandfunk, die Koalition schaffe derzeit weder Vertrauen in der Bevölkerung, noch schaffe sie es, die Wirtschaft voranzubringen. Die Bevölkerung erwarte Entlastungen, statt beschimpft zu werden. Schwesig verwies etwa auf Äußerungen von Bundeskanzler Merz, dass die Menschen in Deutschland mehr arbeiten sollten. Die Ministerpräsidentin von Mecklenburg-Vorpommern forderte die Bundesregierung auf zusammen zu arbeiten, statt mit dem Finger auf andere zu zeigen.
Auch Kanzleramtschef Frei von der CDU betonte, man sei bei der versprochenen geräuschlosen Zusammenarbeit in der Koalition noch nicht da, wo man hinwolle. Er erklärte im ARD-Fernsehen, er sehe noch großen Handlungsbedarf, auch mit Blick auf die kaum wachsende Wirtschaft.
CDU-Generalsekretär Linnemann hielt dagegen, es müsse möglich sein, dass Parteien öffentlich sagten, was sie wollten. Er unterstrich im Deutschlandfunk, dies mache die Unterscheidbarkeit öffentlich sichtbar. Linnemann verwies zudem auf Erfolge der Koalition in einem Jahr Regierungsarbeit und führte unter anderem die Reform der privaten Altersvorsorge an.
Aus den Reihen der Opposition kam Kritik. Die AfD-Fraktionsvorsitzende Weidel erklärte, die Regierung ruiniere die Staatsfinanzen. Grünen-Fraktionschefin Dröge warf der Koalition Versagen in der Energiepolitik und beim Klimaschutz vor.
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Diese Nachricht wurde am 06.05.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
