Ein Jahr Schwarz-Rot
SPD-Politikerin Schwesig: "Koalition schafft kein Vertrauen in der Bevölkerung"

Ein Jahr nach Amtsantritt der schwarz-roten Koalition hat sich die SPD-Politikerin Schwesig selbstkritisch über die Regierungsarbeit geäußert.

    Manuela Schwesig, die Ministerpräsidentin von Mecklenburg-Vorpommern, spricht und gestikuliert im Deutschen Bundestag.
    Manuela Schwesig (SPD), Ministerpräsidentin von Mecklenburg-Vorpommern (Elisa Schu/dpa)
    Schwesig sagte im Deutschlandfunk, die Koalition schaffe derzeit weder Vertrauen in der Bevölkerung, noch schaffe sie es, die Wirtschaft voranzubringen. Die Bevölkerung erwarte Entlastungen, statt beschimpft zu werden. Schwesig verwies etwa auf Äußerungen von Bundeskanzler Merz, dass die Menschen in Deutschland mehr arbeiten sollten. Die Ministerpräsidentin von Mecklenburg-Vorpommern forderte die Bundesregierung auf zusammen zu arbeiten, statt mit dem Finger auf andere zu zeigen.
    CDU-Generalsekretär Linnemann hielt dagegen, es müsse möglich sein, dass Parteien öffentlich sagten, was sie wollten. Er unterstrich im Deutschlandfunk, dies mache die Unterscheidbarkeit öffentlich sichtbar. Linnemann verwies zudem auf Erfolge der Koalition in einem Jahr Regierungsarbeit und führte unter anderem die Reform der privaten Altersvorsorge an.
    Die Opposition übte unterdessen Kritik. Grünen-Fraktionschefin Dröge warf der Koalition Versagen in der Energiepolitik und beim Klimaschutz vor. Die AfD-Fraktionsvorsitzende Weidel erklärte, die Regierung ruiniere die Staatsfinanzen.

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    Diese Nachricht wurde am 06.05.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.