EU-Richtlinie
SPD-Politikerinnen: Union blockiert bei Entgelttransparenz

Politikerinnen der SPD werfen der Union vor, die Umsetzung einer EU-Richtlinie für mehr Transparenz bei Gehältern von Frauen und Männern zu blockieren.

    Carmen Wegge (SPD) spricht bei der Debatte über Mietpreisbremsen und Miethöhen im Bundestag.
    Carmen Wegge (SPD) (dpa / Carsten Koall)
    Die SPD-Abgeordnete Wegge sagte dem Magazin "Der Spiegel", Entgelttransparenz sei kein bürokratisches Hindernis, sondern ein Instrument für Gerechtigkeit. Die Blockade der Union sei ein Affront gegenüber Millionen Frauen.
    Das CDU-geführte Familienministerium hatte erklärt, es seien noch weitere Abstimmungen nötig, so dass die Frist zur Umsetzung Anfang Juni nicht eingehalten werden könne.
    Die EU-Richtlinie dazu stammt aus dem Jahr 2023. Sie sieht vor, Bewerber frühzeitig über Einstiegsentgelte zu informieren. Es soll verboten werden, nach dem bisherigen Gehalt zu fragen. Größere Unternehmen sollen regelmäßig über die Verdienstlücke zwischen Männern und Frauen berichten.
    Diese Nachricht wurde am 01.06.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.