
Große Vermögen sollen stärker besteuert, kleine und mittlere Erbschaften entlastet werden. Ein Freibetrag von etwa einer Million Euro pro Person soll die bisherigen kleinteiligen Regelungen ersetzen. Das Vererben von Elternhäusern soll steuerfrei bleiben, wenn die Erben dort weiter wohnen. Für Firmen sind Freibeträge von fünf Millionen Euro vorgesehen; das soll dazu dienen, Familienbetriebe zu sichern. Erben größerer Unternehmen müssen dagegen mit Mehrbelastungen rechnen.
Union fürchtet Belastung für Mittelstand
Aus der Union und aus der Wirtschaft kommt bereits Widerstand gegen die Vorstellungen der SPD. CSU-Chef Söder sagte dem Portal "The Pioneer", der Vorschlag der SPD schwäche die deutsche Wirtschaft massiv.Fraktionsvize Middelberg sagte der Deutschen Presse-Agentur, das Konzept würde vor allem den familiengeführten Mittelstand massiv zusätzlich belasten.
Neben der Union lehnen auch mehrere Wirtschaftsverbände das Konzept ab, ebenfalls mit Blick auf Familienunternehmen. Die Stiftung "Familienunternehmen und Politik" sprach von einem "Steuererhöhungskonzept aus der Mottenkiste", der Verband der Chemischen Industrie von einem falschen Signal zur falschen Zeit.
Diese Nachricht wurde am 13.01.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
