
CDU-Generalsekretär Linnemann bezeichnete die Überlegungen als Ausdruck politischer Faulheit. Die Politik müsse Mut zu Reformen und zum Sparen beweisen, sagte er der "Bild"-Zeitung. Ähnlich äußerte sich CSU-Landesgruppenchef Hoffmann gegenüber der dpa. Der Ruf nach immer neuen Schulden löse keine Probleme, sondern verschärfe sie. Der Ökonom und Berater von Finanzminister Klingbeil, Jens Südekum, sieht aktuell keine Rechtfertigung für eine solche Maßnahme. Auch sein Kollege Lars Feld, Berater von Ex-Finanzminister Lindner, sagte dem Nachrichtenportal The Pioneer, eine rechtfertigende Notlage liege schlicht nicht vor. Er nannte es "befremdlich", dass die SPD das Schuldenmachen zu einem regelrechten Fetisch erhebe.
Miersch hatte in der Neuen Osnabrücker Zeitung argumentiert, der Staat müsse bei einer Eskalation in Nahost und explodierenden Energiepreisen handlungsfähig bleiben. Unterstützung erhielt er von SPD-Parlamentsgeschäftsführer Wiese. Er betonte in der Rheinischen Post, hier gehe es nicht um Faulheit, sondern vorausschauende Krisenvorsorge.
Diese Nachricht wurde am 25.04.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
