Staatlicher Unterhaltsvorschuss
SPD und Linke wollen Pläne von Prien nicht mittragen

Die von Familienministerin Prien geplanten Einschnitte beim staatlichen Unterhaltsvorschuss stoßen auf Kritik beim Koalitionspartner.

    Eine Mutter sitzt mit ihrem Kind auf einer Wiese in einem Berliner Park
    Eine Mutter sitzt mit ihrem Kind auf einer Wiese in einem Berliner Park (Getty Images Europe)
    Der Kinderbeauftragte der SPD-Bundestagsfraktion, Reichardt, sagte dem Deutschlandfunk, die Kürzungen, noch dazu in dieser Höhe, träfen die Falschen. Hier werde man im parlamentarischen Verfahren nacharbeiten müssen. Der SPD-Politiker fügte hinzu, auch im Bundeshaushalt müsse der Fokus stärker auf Familien gesetzt werden. Die stellvertretende Fraktionsvorsitzende der Linken, Wissler, nannte den Gesetzentwurf "unverantwortlich". Alleinerziehende und ihre Kinder hätten ein besonders hohes Armutsrisiko.
    Prien hatte angekündigt, den staatlichen Unterhaltsvorschuss für Kinder nur noch bis zum 16. Geburtstag zu gewähren. Die Leistung habe sich zu einem der größten Kostenfaktoren für die Kommunen entwickelt. Bund und Länder hatten zuletzt jährlich rund 3,2 Millarden Euro an Vorschüssen ausgezahlt.
    Diese Nachricht wurde am 13.07.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.